Sensationell: Die Viertelfinal-Serie gegen Manchester United gehört zu den schönsten der vergangenen Jahre. Die insgesamt bessere Mannschaft ist gestern weitergekommen - und Alex Ferguson kein Sir, sondern ein schlechter Verlierer.

Was sonst noch von gestern bleibt:

1) Bayern München zählt wieder zur Elite des europäischen Fußballs. Rein sportlich ist einzig und allein der FC Barcelona klar voraus, evtl. noch Inter Mailand und der FC Chelsea. Für die kommenden Jahre ist auch aufgrund der steuerpolitischen Entwicklung in Großbritannien und Spanien mit einer weiteren Verbesserung für den FCB zu rechnen.

2) Franck Ribéry spielt endgültig nur noch die zweite Geige. Was er bei Real Madrid bewirken soll -  schleierhaft. Im Vergleich mit Arjen Robben fällt er jedenfalls ab. Dessen Tor gestern erinnerte an das Traumtor von Lothar Matthäus in Leverkusen 1992. Wahnsinn.

3) Die Abwehr von Bayern München ist nicht gut genug besetzt. Mindestens drei Positionen bedürfen eines deutlichen Upgrades. Ein neuer Torwart muss her (klarer Torwartfehler von Butt beim 1:0 durch Gibson), ein neuer Innenverteidiger (besser: zwei) sowie ein neuer Außenverteidiger. Sinnvoll wäre: Philipp Lahm rückt wieder nach links, für die rechte Seite wird für die kommende Saison ebenfalls ein Klassemann verpflichtet.

4) Die Verpflichtung von Ivica Olic hat sich endgültig bezahlt gemacht. Der Kroate ist kein Welt-, aber ein Klassestürmer, hat Kämpferherz und Torinstinkt - und vor allem keinen Cent Ablösesumme gekostet. Ein Glücksgriff und Leistungsträger, mit dem so nicht zu rechnen war. Schön.

5) Mario Gomez nervt. Natürlich, er hat großes Potenzial und der FCB sollte auch weiterhin auf ihn bauen. Aber: Gomez steht nicht nur dauernd im Abseits, er hat sich in der Bundesliga zudem angewöhnt, bei der kleinsten Berührung theatralisch zu Boden zu sinken.  Auch gestern sank er wieder mehrfach dahin. Das funktioniert in der Champions League nicht, stört Konzentration und Spielfluss und ist außerdem unsportlich. Bitte ändern!