Bayern braucht Einwanderung!
Fußball zum Abschalten: Das Duell Deutschland vs. Argentinien gehört zwar zu den ganz großen Klassikern des Weltfußballs (WM-Endspiele 1986 und 1990), die Version 2010 war aber gänzlich ungenießbar. Was der Offenbarungseid der Jogi-Truppe auch verdeutlicht: Bayern braucht Ausländer.
Vorbei sind die Zeiten, als eine Bayern-Mannschaft, bestückt mit den besten Spielern aus deutschen Landen, ganz vorne in Europa mitspielen konnte. Maier, Müller, Schwarzenbeck, Hoeneß, Beckenbauer in den 70ern; in den 80ern Augenthaler, Breitner, Rummenigge, Nachtweih, Kögl, Wohlfarth, Reuter, Brehme, Matthäus. Sogar beim Sieg der Champions League 2001 waren die dominierenden Bayern-Spieler noch deutsch: Kahn, Scholl, Effenberg.
Das Prinzip “Locals first” funktioniert nicht mehr. Auch wenn Bayern München die gegenwärtig besten deutschen Spieler unter seinem Dach vereinen sollte - der ganz große Erfolg ist nicht in Schussweite. Denn auch die deutsche Nationalmannschaft könnte die Champions League gegen Teams wie Barcelona oder Manchester United nicht gewinnen.
Beim Kick gestern standen mit Lahm, Schweinsteiger, Müller und Klose vier Bayern in der Startelf. Dazu gesellten sich zwei Ex-Bayern (Ballack, Podolski). Mit Gomez wurde außerdem ein aktueller, mit Kroos ein Bald-wieder-Bayer eingewechselt. Das Ergebnis: eine erbärmliche fußballerische Leistung.
Schlussfolgerung: Bayern München muss in Zukunft seine großen Stars, seine Eckpfeiler aus dem Ausland holen. Diese Entwicklung wurde mit dem Kauf von Spielern wie Luca Toni, Franck Ribéry und Arjen Robben ja schon eingeläutet. Sie wird aber, und sie muss, weitergehen. Einheimische Spieler wie Schweinsteiger, Klose oder Müller werden deshalb nicht überflüssig. Aber die Champions League gewinnt Bayern München allein mit ihnen nicht mehr.

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