Die verkehrte Fußball-Welt
Vor einigen Tagen: Uli Hoeneß äußert sich zur Zukunft von Franck Ribéry. “Wenn wir 0:3 verlieren, glaube ich nicht, dass er bleibt”, zitiert ihn Bild in Bezug auf das CL-Rückspiel gegen Florenz.
Hmm, was stimmt hier nicht? Antwort: Die Logik. Schleierhaft, wie ein Spieler in solch einem Szenario die Zügel in der Hand halten, gewissermaßen ein Druckszenario aufbauen kann. Es müsste eigentlich anders herum sein.
Der Verein müsste vom Spieler verlangen, dass er ihn auch zum angepeilten sportlichen Ziel führt. Nicht umgekehrt. Ribéry ist also selbst dafür verantwortlich zu machen, ob Bayern München gegen Florenz weiterkommt, ein gutes Spiel macht, erfolgreich ist, schönen Fußball abliefert - und eben nicht 0:3 verliert. Wenn Bayern gegen Florenz untergeht, dann ist auch Franck Ribéry Schuld. So geht die Logik richtig. Denn genügend Talent und Potenzial hat die Mannschaft allemal, um dies nicht geschehen zu lassen.
Auch andere Spielen drohen gerne mit Sprüchen wie diesem: “Spielt der Verein nächste Saison nicht international, bin ich weg.” Aber wer ist denn für das Erreichen dieses Ziels verantwortlich? Der “Verein”?
Ribéry selbst hat jedenfalls im Laufe dieser Saison, natürlich auch verletzungsbedingt, noch nicht überzeugt. Für ihn gilt: Erst leisten, dann fordern! Auch wenn das jetzt vielleicht ein bisschen nach FDP klingt…

März 9th, 2010 at 13:02
[...] Eine famose Leistung sollte vor allem ein Spieler abrufen: Franck Ribéry. Tut er dies nicht, würde sich auch die Frage stellen: Was will Real Madrid eigentlich mit dem nächsten Schönwetterspieler? [...]