Nach 14 Spieltagen hatte der Abstand  bereits sieben Tore betragen. Für Tortabellenführer Stefan Kießling waren 12 Tore angeschlagen, für Mario Gomez als besten Bayern erst fünf. Nach dem wunderbaren 3:1 in Wolfsburg steht die formschöne Kanone für Bayern München wieder griffbereit.

Also: Welcher Münchner setzt sich am Ende der Saison die Torjägerkrone auf? Zwar sieht die Spitze der Torjägerliste momentan noch immer so aus: Kießling (13), Kuranyi (11), Barrios, Bunjaku (je 10). Aber danach wimmelt es nur so von roten Hemden: Gomez (9), Olic, Robben (je 7), Müller, van Buyten (6).

Leicht kurios: Bayerns bester Sturmmann Gomez hat von den fünf genannten Spielern bislang die schlechteste Saison, keine ganz schlimme zwar, aber eben auch keine vollends überzeugende. Trotzdem wird er am Ende bester Bayern-Torschütze sein. Die Chance, Bundesliga-Bester zu werden, hat er ebenfalls noch.

Denn nach dem Winterverleih von Luca Toni hat Bayern nur noch vier Stürmer im Kader (sofern man Müller dazu- und Robben sowie Ribéry nicht dazurechnet). Bleibt er also frei von etwaigen Faserrissen, Prellungen und Grippeviren, dürfte Gomez seinen Stammlatz so schnell nicht mehr verlieren. Zumindest sind ihm längere Einsatzzeiten, auch wegen der berühmten Dreifachbelastung (Bundesliga, Champions League, DFB-Pokal), gewiss.

Gomez’ BL-Torquotient in der Saison 2009/10 bislang: 0,43 (9 Tore in 21 Spielen). Zum Vergleich: Der Torquotient von Unterhosen-Mann Arjen Robben beträgt bis dato 0,54. Sieben Tore in nur 13 Spielen (davon ganze sechs über 90 Minuten!). Eine exzellente Bilanz.

Diese Statistik offenbart allerdings auch den Grund, warum der Holländer am Ende nicht als bester Torjäger durchs Ziel sprinten wird. Sein fragiler Körper wird ihn wahrscheinlich noch das eine oder andere Match verpassen lassen. Zudem ist er im Falle einer Bayern-Führung aus eben diesem Grunde stets ein guter Kandidat für eine Auswechslung, was insgesamt weniger Einsatzminuten bedeutet. Und das stechendste Argument zum Schluss: Demnächst steigen die Temperaturen und machen lange Unterhosen, egal ob rot oder weiß, gänzlich überflüssig.