Afrikaner für Bayern
Anderthalb Sätze zum Samstag: Mit dem Tempo- und Kombinationsfußball, den der FC Bayern in Bremen vorgeführt hat, ist er eine Macht in Europa. Einfach herrlich.
Jetzt Schlenker rüber zum Afrika-Cup: Der afrikanische Fußball ist auf dem Vormarsch. Das beweist die langjährige Präsenz von Ländern wie Kamerun, Nigeria und der Elfenbeinküste bei internationalen Großturnieren. Das beweisen die vielen afrikanischen Profis in Europa, vor allem in der Premier League und der Ligue 1 in Frankreich.
Das beweist im weitesten Sinne auch die französische Nationalelf, die mittlerweile fast ausschließlich aus Spielern mit afrikanischem Migrationshintergrund besteht. Und auch deutsche Spieler mit afrikanischem Background spielen sich immer mehr in den Vordergrund: Aktuell Jerome Boateng und Dennis Aogo, zuvor schon Gerald Asamoah und David Odonkor.
Und in Zukunft wird der Zustrom hochtalentierter Kicker aus Afrika noch größer werden. Das garantiert schon die demographische Entwicklung. Europas Bevölkerung altert und schrumpft, Afrikas wächst, nein, explodiert.
Deswegen sollte der FC Bayern seine Scouting-Aktivitäten auf dem schwarzen Kontinent intensivieren. In seiner Vergangenheit jedenfalls hat der FCB nicht so sehr auf afrikanische Spieler gebaut. Spontan drängt sich dem Langzeitgedächtnis nur der Name Sammy Kuffour auf (wem noch andere einfallen, bitte melden!). Auch aktuell ist kein Afrikaner im Kader. Im Gegensatz zum Beispiel zum FC Chelsea, wo mit Didier Drogba, Salomon Kalou, Mickael Essien und John Obi Mikel gleich vier unter Vertrag stehen. Auch Spieler wie Samuel Eto’o von Inter Mailand und Emmanuel Adebayor von Man City sind Weltstars.
Daher die Frage: Hat Bayern München eigentlich Scouts nach Angola geschickt?

Januar 27th, 2010 at 18:08
Wenn unser Scouting in Afrika dann genauso erfolgreich ist wie in Südamerika, können wir uns das Geld auch gleich sparen
Januar 27th, 2010 at 23:05
Richtig! Nachdem wir mit vielen Jungen aus Südamerika (wie z.B. Santa Cruz, Dos Santos, Sosa, Breno) gescheitert sind, müßen FCB-Scouts eher nach einigen Spieler in Afrika suchen. Alles Gute aus Bukarest!