Der ewige Thron
Bayern München hat gegenüber allen anderen 17 Bundesligisten eine positive Gesamtbilanz. Historisch gesehen. So weit, so langweilig. War ja schließlich nicht anders zu erwarten. Mit der makellosen Bilanz könnte allerdings heute Abend Schluss sein.
Dann nämlich, wenn der FCB gegen die TSG Hoffenheim 1899 mit zwei Toren Unterschied verliert. Das sollte eigentlich nicht passieren, liegt aber auch nicht im Bereich des Unmöglichen. Dreimal hat der bayerische Über-Verein bislang gegen den Dorfverein aus dem Kraichgau gekickt. Ergebnisse: 1:1, 2:2, 2:1.
Die Gesamtbilanz des FC Bayern steht also bei einem Sieg, zwei Remis. Ein einziger Sieg, gleichzeitig der erste, würde Hoffenheim also reichen, um die Gesamtbilanz vorläufig an sich zu reißen. So dicht ist kein anderer Bundesliga-Rivale den Bayern auf den Fersen. Das Problem diesbezüglich: Hoffenheim ist bereits als Top-Team in die Bundesliga aufgestiegen und somit schon in den ersten Spielzeiten ein zäher, nur mühselig zu spielender und zu schlagender Konkurrent.
Das war zum Beispiel im Falle des VfL Wolfsburg anders. Der aktuelle Meister war in seinen ersten erstklassigen Jahren nur Kanonenfutter, die finanzielle Unterstützung von VW noch nicht so massiv wie heute. Die Gesamtbilanz zwischen Bayern und Wolfsburg daher: 18 Siege, vier Remis, drei Niederlagen.
Darum: Ein Sieg des FCB würde bedeuten, dass nicht nur Leverkusen und Schalke in Schlagweite blieben, sondern auch, dass die Gesamtbilanz gegen Hoffenheim nicht mehr so “bedrohlich” wäre.
Warum das überhaupt wichtig ist? Weil es beim Fußball noch immer um Dinge wie Ruhm und Ehre geht. Und nicht nur um Geld. Sogar bei einem Spiel zwischen Bayern München und Hoffenheim.

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