Alte Dame kicker ruht
Ach ja, mit dem Printjournalismus geht es allmählich wirklich zu Ende: Deutschlands Fußballblatt alter Schule, der kicker, war heute in NRW nur sehr schwer bis gar nicht am Kiosk zu kaufen (zumindest nicht in Düsseldorf und Oberhausen). 1:0 für das Schneechaos. Und 1:0 fürs Internet.
Den kicker-Abonnenten dürfte es mutmaßlich nicht besser ergangen sein. Jetzt ist der kicker so old school, dass er zu seinen Vertriebsschwierigkeiten (die ja heute durchaus verständlich sind) kein Wort verliert. Zumindest ist auf der Homepage nirgendwo etwas zu finden, auch in den diversen Twitter-Accounts (zu viele!) nicht.
Warum eigentlich nicht? Das könnte aus PR-Perspektive durchaus besser gelöst werden. Nach dem Motto: “Wir bemühen uns, die Lieferschwierigkeiten schnellstmöglich in den Griff zu bekommen und hoffen, dass die Montagsausgabe des kicker spätestens morgen Vormittag an Ihrem Kiosk liegt.” Dieser Hinweis auf der Homepage würde doch schon reichen. Noch besser wäre es freilich, die Ausgabe per E-Reader ausnahmsweise allen frei zugänglich zu machen.
Aber anscheinend ist Hertha BSC Berlin im deutschen Fußballbusiness nicht die einzige alte, verknöcherte Dame…

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