Endlich wieder da: Transfergerüchte um Franck Ribéry. Wesentlich schöner wäre es, würde der Franzose auch auf dem Spielfeld wieder Schlagzeilen produzieren. Wird vorerst nichts, der geplante Kurzauftritt gegen Hertha BSC ist auch schon wieder in Gefahr

Zu Hoeneß’ Aussagen: Der Ex-Über-Manager hat in der Sache selbstverständlich Recht. Im Sommer 2010 besteht für Bayern München die letzte Möglichkeit, durch einen Verkauf Ribérys noch einen richtig satten Millionengewinn zu erzielen. Denn dessen Vertrag endet bekanntlich 2011, dann könnte er ablösefrei von dannen ziehen.

Aber wäre es grundsätzlich nicht taktisch klüger von Hoeneß, dies öffentlich nicht derart zu betonen? Und stattdessen unmissverständlich klar zu machen, dass der Verein alles daran setzen werde, Ribéry zu halten!?  Dass er keinen Gedanken daran verschwende, dass Ribéry vorzeitig gehen könnte!? Dass Bayern München weiterhin alle Fäden in der Hand hält und Franck Ribéry seinen Vertrag auf jeden Fall erfüllen werde!? Dass Bayern München den Vertrag von Franck Ribéry darüber hinaus unbedingt verlängern will und auch werde!?

Natürlich gilt: Insgeheim muss der Verein alle Szenarien im Blick behalten und auch einen möglichen Verkauf seines Superstars einkalkulieren. So aber, indem Hoeneß ein Ausstiegsszenario öffentlich präsentiert, buddelt er Ribéry quasi ein Schlupfloch, durch das er sich hinwegstehlen kann. Ribéry weiß jetzt, dass Bayern ihn im kommenden Sommer unter bestimmten Bedingungen (nämlich unter der, dass er seinen Vertrag nicht vorzeitig verlängern sollte) ziehen lassen würde und könnte noch vehementer auf einen Transfer drängen, als er es ohnehin schon tut. Und auch die Interessenten (Real Madrid) wissen nun, dass sie finanziell nicht bis zum Äußersten gehen müssen, um Ribéry im Sommer zu bekommen.

Franck geht es ja schließlich nicht um Geld, sondern darum, die Champions League zu gewinnen. Auf einer Stufe aber sieht er “seine” (?) Bayern noch nicht mit den Großen Europas, mit Barcelona, Arsenal, Inter, sagt er. Und auch nicht mit Real Madrid