Allmählich prasselt die geballte Bayern-Wut auf Monsieur mercenaire ein. Christian Nerlinger will einen Verhaltenskodex, Louis van Gaal das “Problem Franck Ribéry” irgendwie gelöst haben. Auch ein Verkauf des Franzosen sei eine Option.

Nein! Es geht nicht an, dass ein Spieler dem FC Bayern die Pistole auf die Brust drückt. Ribéry hat Vertrag bis 2011 - basta. Die oft bemühte Pseudo-Weisheit, dass ein Spieler, der weg will, nicht gegen seinen Willen gehalten werden könne, zieht nicht. Natürlich kann er! Was soll Ribéry denn bitte dagegen tun?

Wenn er an der Säbener Straße Kleinkind spielen, lustlos das Training abbrechen, auf dem Feld nur noch auf Sparflamme köcheln, seine Arbeit insgesamt verweigern möchte - dann soll er ruhig! Sein Marktwert befindet sich dann ganz schnell im Sinkflug, ein Wechsel zu Real Madrid würde von schlechtem Spiel zu schlechtem Spiel immer unwahrscheinlicher. Und nicht zu vergessen: Auch im kommenden Sommer ist Ribéry noch nicht ablösefrei.

Nein, Franck Ribéry verkaufen, um Ruhe im Kader zu haben, wäre das völlig falsche Signal. Bayern München darf nicht erpressbar sein. Bei einer Ablösesumme von 80 Millionen Euro, da wäre die Schmerzgrenze evtl. erreicht - aus wirtschaftlichen Erwägungen wohlgemerkt. Aber bei keinem Cent weniger. Der Verein sitzt hier eindeutig am längeren Hebel. Da kann Monsieur mercenaire quengeln, wie er will…