Sommerzeit ist gute Zeit, Transferzeit ist spannend’ Zeit: Ereignisse überschlagen sich an der Säbener. Allmählich wird es schwierig, den Überblick zu bewahren…

Während allerorten der Kaka-Transfer zu Real Madrid als perfekt gemeldet wird, stellt sich für mich zunächst die Frage: War Mario Gomez zu teuer? Kaka kostet angeblich 65 Millionen Euro, ist sportlich um ein Vielfaches wertvoller als Gomez, der Bayern München wiederum 30 Mios gekostet hat. Das Kosten-Nutzen-Vergleichsverhältnis stimmt aus meiner Sicht nicht so ganz…

Nächste Frage: Soll Franck Ribéry den FC Bayern verlassen? Meine Meinung: Ja. Eine angemessene Ablösesumme vorausgesetzt natürlich. Zunächst mal: Ribéry ist einer der besten Fußballer, die je bei Bayern München gespielt haben, ein fußballerischer Genuss, ein technisches Genie, ein Glücksgriff, ein Supertransfer. Was er aber auch ist: eine Primadonna, ein Schönwetterspieler, kein Kämpfer, kein Mitreißer, kein Gewinner!

Und er ist keiner, der Bayern München liebt, sich mit dem Verein identifiziert. Das tut heute niemand mehr? Ach so, mir aber völlig egal, ich erwarte es trotzdem! Fuck the Zeitgeist. Gegenbeispiel ist übrigens Louis van Gaal, der Bayern München als seinen Traumverein bezeichnet, unbedingt an die Isar wechseln wollte. Solche Leute braucht das Bayernland!

Zurück zum Franzosen: Angesichts des Kaka-Transfers ist es eigentlich unmöglich, dass ein Verein für Ribéry mehr als 65 Mios zahlt. 50 bis 55 Mios wären aber eigentlich zu wenig für Ribéry, der vor zwei Jahren für rund 25 Mio nach München gekommen war. Bei einem 65-Mio-Angebot und einem entsprechenden Gewinn von 40 Millionen Euro aber dürfte es ruhig heißen: Au revoir, Monsieur mercenaire!