Ribéry-Panik unangebracht
Oh weh, Franck Ribéry hält sich also tatsächlich alle Optionen offen. Vorzeitig verlängern möchte er seinen Vertrag nicht, sogar einen vorzeitigen Abschied hält er für möglich. Das ist unerfeulich, aber ganz und gar kein Grund, in Panik zu verfallen.
Erstens: Ribéry hat einen aktuellen Kontrakt bis 2011, das sind immerhin noch zweieinhalb Jahre. Vorher sollte man ihn selbstredend auf gar keinen Fall ziehen lassen. Zweitens: Niemand sollte der Illusion verfallen, Ribéry bleibt jetzt für den Rest seiner Karriere beim FCB (was natürlich wünschenswert wäre), spielt konstant auf Weltklasse-Niveau, verzaubert das Publikum Woche für Woche, in der Meisterschaft, im DFP-Pokal, in der Champions League.
Nein, es werden Rückschläge kommen, in Form von Leistungs- oder persönlichen Krisen, in Form von Verletzungen. Der wichtigste Punkt: Für jedes Team und jeden Spieler gibt es halt nur ein begrenztes “window of opportunity”, ein kurzes Zeitfenster, in dem bestimmte Erfolge möglich sind. Das ist ein Naturgesetz. Auch ein Ribéry hat nur noch einige gute Jahre vor sich: Er wird im April 26 Jahre alt und lebt extrem von seiner Schnelligkeit - die wiederum mit zunehmendem Alter abnimmt.
Quintessenz: Bayern München muss versuchen, in den kommenden drei Jahren die Champions League zu gewinnen! Es bringt nichts, Wunschträume bis in alle Ewigkeit hinauszuschieben, zu glauben, mit Ribéry bis in die Unendlichkeit planen zu können. Das window of opportunity ist nur bis zum Jahr 2011 geöffnet - vielleicht ja sogar noch ein Weilchen länger.

Januar 19th, 2009 at 21:59
[...] Die Summe sollte schleunigst reinvestiert werden, denn der Verein hat wahrscheinlich nur noch bis zum Jahr 2011 Zeit, um mit Franck Ribery die Champio…. Sollte Timoschtschuk kommen, wäre der monetäre Überschuss weg, aber die Mannschaft [...]