Während das Team im Trainingslager in Dubai weilt und gegen zweitklassige Gegner testet (hier stellt sich die Frage nach den Antrittsgagen!?), laufen die Personalgespräche weiterhin auf Hochtouren. Ein kurzer Streifzug:

1) Uli Hoeneß pocht darauf, dass jeder Verein, der Lukas Podolski verpflichten will, mindestens zehn Millionen Euro auf den Tresen in der Säbener Straße legen muss. Bravo! Denn: Ein 23-jähriger Stammspieler der deutschen Nationalmannschaft darf für Bayern München nicht zum Verlustgeschäft werden.

In dieser Angelegenheit darf Hoeneß auch nicht allzu viel Rücksicht auf die persönlichen Empfindungen von Prinz Poldi nehmen. Bietet der 1. FC Köln nicht genügend Geld, ist er halt raus aus dem Rennen. Hoeneß sollte hier ruhig mal pokern, die einzelnen Bieter gegeneinander ausspielen. Merke: Auch der FC Bayern muss irgendwie seinen Schnitt machen und an Geld kommen (gerade in Zeiten von Finanz- und Wirtschaftkrise).

2) Der Transfer von Ivica Olic ist (so gut wie) perfekt. Verträge sind zwar noch keine unterschrieben, das Ja-Wort des Kroaten ist aber schon in München angekommen. Hmm, der Etwas-über-Durchschnitt-Stürmer bringt den Verein nicht so richtig weiter, ist nicht mal als Stürmer Nummer drei ein richtig Guter. Man schaue sich bitte einmal die Sturmreihen internationaler Top-Vereine an, in Barcelona etwa nähme Olic mit Sicherheit nicht Position drei ein.

Auch das Gut-und-günstig-Argument zieht nicht. Immerhin verdient Olic in München schätzungsweise 4 bis 4,5 Millionen Euro pro Jahr. Macht in drei Jahren über 12 Millionen Euro - viel Geld für einen wie Olic. Zu viel Geld für einen wie Olic.

3) Tausch Poldi gegen Olic im Winter? Bitte nicht! Zwar wäre München seinen quengelnden Poldi los, würde sich aber summa summarum qualitativ verschlechtern und vor allem einen finanziellen Verlust machen (da man mit dem Preis für Poldi runtergehen würde).

4) Der Klub bietet Mark van Bommel einen neuen Einjahresvertrag - ein richtige Entscheidung. Länger als bis 2010 muss man den Holländer nicht unbedingt an sich binden. Ein faires Angebot, dass van Bommel nun annehmen kann oder auch nicht. Sollte der bald 32-Jährige im Sommer gehen, wäre das durchaus zu verkraften - sportlich (Timoschtschuk?) wie finanziell. Denn eine hohe Ablösesumme würde der Verein auch im Falle eines längerfristigen Vertrags nicht mehr für den Mittelfeldmann fortgeschrittenen Alters kassieren.

5) Über Massimo Oddo äußern sich die Verantwortlichen (Hoeneß, Klinsmann) in jüngster Zeit überraschend positiv. Sicher, der Italiener hat seine Vorzüge (brauchbare Flanken zum Beispiel), aber wirklich empfehlen konnte er sich für einen Anschlussvertrag bislang nicht. Zudem ist er für die kommenden drei Bundesliga-Spiele gesperrt, was seine Chancen weiter schmälert. Momentan sollte die Tendenz in Richtung “nicht verlängern” gehen…