Malouda zu Bayern?
Jüngstes Fundstück aus dem Blätterwald: Florent Malouda soll nach englischen Medienberichten heißer Wechselkandidat für Bayern München sein. Acht Millionen Euro Euro sollen die Münchner angeblich bereit sein zu zahlen. Für Maloudas Noch-Verein FC Chelsea und Chelsea-Eigentümer Roman Abramowitsch mittlerweile wieder richtig viel Geld, nachdem das Vermögen des reichen Russen von 16,7 auf 2,3 Milliarden Euro zusammengeschmolzen sein soll.
Grundsätzlich würde der französische Nationalspieler der Bundesliga im Allgemeinen und Bayern München im Speziellen gut zu Gesicht stehen. Steckbrief der schwarzen Gazelle: 28 Jahre alt (also im “besten Fußballeralter”), 44 A-Länderspiele für Frankreich (drei Tore), hat mit Olympique Lyon und dem FC Chelsea bereits für zwei der besten Vereinsmannschaften Europas gekickt.
Nur: Die Konstellation passt nicht, Malouda ist Linksfuß, auf der offensiven linken Mittelfeldseite zuhause. Dort, wo auch Ribéry wirbelt und dribbelt. Dieser könnte allenfalls auf rechts ausweichen, ein kompletter Systemwechsel wegen Malouda liegt wohl nicht im Bereich des Vorstellbaren.
Fazit: Ein Kauf würde nur bedingt Sinn machen. Zwar ist Malouda ein toller Flügelspieler; da auf seiner Position beim FC Bayern aber kein Handlungsbedarf besteht, wären acht Millionen Euro keine sonderlich zielgerichtete Investition. Also: Nicht kaufen! Auf der Liste sollten vielmehr oben stehen: Torhüter (René Adler), Innenverteidiger (evtl. Mats Hummels), defensiver Mittelfeldspieler (Anatoli Timoschtschuk), dritter Stürmer (aber nicht Ivica Olic).
Apropos dritter Stürmer: Für Lukas Podolski liegt jetzt angeblich auch eine Anfrage des AS Rom vor. Bayern sollte so frei sein und ein munteres Wettbieten zwischen der Roma, Kölle, dem HSV, BVB und allen anderen Interessenten zulassen. Eine Ablöse im zweistelligen Millionenbereich ist Pflicht!
Ein Gedanke noch zu Chelsea: Angesichts der Finanzkrise könnten die Engländer möglicherweise bald aus dem Karussell der Granden Europas herausgeschleudert werden. Dann nämlich, wenn Mr. Abramowitsch genug von seinem Lieblingsspielzeug hat (oder er noch mehr Geld im Finanzstrudel verliert). Wäre also ein Konkurrent auf der europäischen Bühne weniger…

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