Um 27 Prozent hat der FC Bayern seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2007/08 im Vergleich zum Vorjahr gesteigert - von 225,8 Millionen auf jetzt 286,8 Millionen Euro. Fantastisch. Der Gewinn allerdings schrumpte gleichzeitig arg zusammen, von 18,9 auf nun 2,1 Millionen Euro. Unter dem Strich also immerhin noch ein Plus.

“Schuld” am Gewinnrückgang: Die Personalkosten, die um rund 50 Prozent anschwollen (von 106,1 auf 153 Millionen Euro). Merke: Auch der FC Bayern kann sich nicht beliebig viele Weltklasse-Spieler der Marke Toni und Ribery leisten. Auf der anderen Seite ist das Ergebnis umso bemerkenswerter, als dass der Verein die Champions League und die damit verbundenen Mehreinnahmen in der letzten Saison ja verpasst hatte. Die Verkündigung eines neuen Rekordumsatzes auf der nächsten Jahreshauptversammlung ist also erneut möglich.

Auch erfreulich: Im internationalen Vergleich steht Bayern sehr gut da, trotz allen Wehklagens über die finanziell angblich nicht konkurrenzfähige Bundesliga. Schon in der letztjährigen “Deloitte Money Football League” der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte belegte Bayern Rang 7, nur sechs europäische Vereine hatten einen höheren Umsatz als der deutsche Rekordmeister (Real Madrid, Manchester United, FC Barcelona, FC Chelsea, FC Arsenal, AC Mailand).

Mit den aktuellen Umsatzzahlen hätte der FCB übrigens in der Deloitte-Rangliste 2007 auf Position vier rangiert. Gut möglich also, dass Bayern jetzt Boden gut gemacht hat und im Ranking 2008 noch besser da steht. Abwarten, welche Zahlen die europäische Konkurrenz noch ausspuckt…

Wichtig bleibt aber natürlich auch der neue TV-Vertrag der DFL. Die Ausschreibung läuft, für die Bundesliga stehen jede Menge Euros auf dem Spiel. Momentan sieht die Sache recht vielversprechend aus, aus dem Pay-TV-Segment etwa hat neben Premiere auch der US-Sender ESPN schon Interesse signalisiert und den Wettbewerb angeheizt.