Nein, bei Südamerika-Importen hatten die Bayern in ihrer Geschichte selten ein glückliches Händchen. Fortsetzung droht mit Sosa - und mit Innenverteidiger Breno. Der Brasilianer ist mit 19 Jahren noch extrem jung, verfügt über großes Talent, ist erstaunlich bullig, hat dafür aber auch 12 Millionen Euro gekostet.

Zum Mitschreiben: 12 Millionen Euro. Was noch viel schwerer wiegt: Breno hat sich in seiner bisherigen Zeit bei Bayern eine ganz außergewöhnliche Grütze zusammengekickt.

Was übrigens nicht für Geromel gilt, den neuen Innenverteidiger des 1. FC Köln. Der ist 1,90 Meter groß, trotzdem erstaunlich beweglich, kopfball- und zweikampfstark, gut in der Spieleröffnung. Er hat eigentlich, wie man so schön sagt, alles, was ein moderner Innenverteidiger braucht. Und ist erst 23 Jahre jung.

Ach ja, hätte ich fast vergessen: Geromel wurde in der vergangenen Saison zum besten Spieler der portugiesischen Liga gewählt. Und jetzt das Beste: Er hat den 1. FC Köln vergleichsweise läppische 2,5 Millionen Euro gekostet. Die hätte besser der große Verein aus München in ihn investiert. Der dafür nicht einmal nach Südamerika hätte fliegen müssen.

Kaum zu glauben: Der 1. FC Köln, in den letzten Jahren durch eine kamikazeähnliche Transferpolitik aufgefallen, bewies hier ein goldiges Händchen. Die geballte Scoutingabteilung der Bayern hingegen schnappte sich, nun ja, Breno halt. Für 12 Millionen Euro.

Bleibt zu hoffen, dass Breno doch noch einschlägt. Was keineswegs ausgeschlossen ist. Aber eine bessere Wahl wäre nach jetzigem Stand Geromel gewesen!