Was aus dem vielfach kolportierten Münchner Interesse an Pavel Pogrebnyak geworden ist? Keinen Schimmer. Vielleicht auch besser, dass der Transfer womöglich im Sande verläuft. Denn: Der russische Stürmer passt nicht zum FCB.

Zugegeben, Pogrebnyak ist groß, recht torgefährlich, hat für seine Größe sogar eine passable Technik. Aber: Der 24-Jährige (wird im November 25) bestritt in den vergangenen vier Jahren gerade einmal 35 Liga-Spiele in Russland (16 Tore). OK, EM und UEFA-Cup liefen für den Russen-Lulatsch sehr gut. Klingt trotzdem verdächtig nach One-Hit-Wonder.

Ein abschreckendes Vorbild ist übrigens Landsmann Viktor Pavlyuchenko, den Tottenham Hotspur nach vermurkstem Saisonstart überhastet aus Russland in die Premier League lotste. Pavlyuchenko kommt in England überhaupt nicht auf die Beine, im Kicker hagelt es eine ‘Sechs’ nach der anderen.

Was aber vor allem gegen einen Wechsel Pogrebnyaks nach Bayern spricht: Er passt nicht zu Luca Toni. Ein Duo Toni/Pogrebnyak wäre zu groß, zu schwerfällig, zu unbeweglich. Zu Toni passt am ehesten einer wie Miro Klose. Ein Klose in Bestform natürlich. Die beiden werden sich alsbald wieder fangen, davon kann die Bundesliga ausgehen. Was Bayern eher benötigt, ist ein vierter Stürmer, ein Ergänzungsstürmer mit Format. Und Verstärkungen auf anderen Positionen…

Außerdem ist der Name des Russen einfach zu kompliziert. Keinen Bock, jedes Mal die Buchstabenkombination ‘Pogrebnyak’ in die Tasten zu hauen…

Zum Thema Pogrebnyak gibt es am Samstag mehr. Dann spielt Deutschland (mit Klose) gegen Russland (mit Pogrebnyak). Dass der Russe über fußballerisches Talent verfügt, will im Grundsatz übrigens niemand bestreiten. Siehe hier: