Die Abteilung Attacke ist beim FC Bayern im Vergleich zum Vorjahr personell nahezu unverändert geblieben. Die Torausbeute der FCB-Stürmer aber hat sich drastisch verändert - und das nicht zum Guten. Im Saison-Vergleich steht es momentan 13:6 für die Spielzeit 2007/08.

Einen Blitzstart legte in der letzten Saison Miroslav Klose hin. In den ersten sieben Saisonspielen beförderte Klose das Leder damals sagenhafte acht Mal über die gegnerische Torlinie - in dieser Saison bislang erst ein einziges Mal.

Ähnlich Luca Toni: Der Italiener erzielte im gleichen Zeitraum 2007/08 fünf Tore, in dieser Saison bis dato nur drei. Die Pechsträhne des bayerischen Top-Torjägers, die bei der Europameisterschaft ihren Anfang genommen hatte, setzt sich also fort.

Etwas positiver sieht die Bilanz von Lukas Podolski aus. Im vergangenen Jahr verpasste er verletzungsbedingt zunächst den Saisonstart, sein Debüt-Treffer gelang ihm erst am 26.  (!) Spieltag. In dieser Saison traf er für die Bayern immerhin schon zwei Mal.

Und dennoch: Heimisch wird Prinz Poldi in München wohl nicht mehr. Obwohl es doch im Prinzip kaum etwas Schöneres gäbe. Die “Bild” zitiert Karl-Heinz Rummenige heute mit den Worten: “Ich verstehe nicht, was er will! Ich verlange von ihm, dass er sich zum FC Bayern bekennt und alles für den Erfolg des FC Bayern tut”. Tendenz: Trennung am Saisonende.

Auffällig: Sowohl in der letzten als auch in dieser Saison gibt es im Bayern-Kader keinen vierten Stürmer mit Format.  Damals war es Sandro Wagner (heute MSV Duisburg), jetzt Thomas Müller, der in erster Linie bei der zweiten Mannschaft eingesetzt wird. Ein Fehler? Eher ja.

Zum Schluss: Insgesamt hat sich die Torausbeute der Bayern im Vergleich zum Vorjahr gar nicht einmal exorbitant verschlechtert. Na sowas. In der Saison 2007/08 standen nach dem 7. Spieltag 21 Bayern-Tore zu Buche, in dieser Saison sind es 15.  Das Problem liegt wohl doch primär in der Abwehr: Damals drei Gegentore, jetzt 13!