Ein Verein wie Bayern München bedient sich, was den Einkauf neuer Spieler betrifft, nur allzu gerne bei seinen inländischen Konkurrenten. Aber in der zweiten Liga? Gott bewahre. Höchstens einmal, wenn der Umworbene Lukas Podolski heißt.

Zeit, neue Wege zu beschreiten. Denn auch in der 2. Bundesliga gibt es Spieler, die ganz großes Potenzial in sich tragen. Beispiel: Patrick Helmes, letztes Jahr noch im Unterhaus beim 1. FC Köln, jetzt in Leverkusener Diensten und der aktuell beste deutsche Stürmer. Besser, schneller und torgefährlicher als der von den Bayern umworbene Mario Gomez übrigens.

Ein Mann, der ganz gut zu den Bayern passen würde: Aristide Bancé vom FSV Mainz 05. Der Angreifer aus Burkina Faso ist der momentan beste Stürmer der 2. Bundesliga, ist kopfballstark und technisch beschlagen, hat einen exzellentern Torriecher. Für sein Land hat er bereits sechs Länderspiele bestritten, verfügt somit auch über eine gewisse internationale Erfahrung. Und: Er ist mit 24 Jahren jung genug, um den ganz großen Durchbruch noch zu schaffen.

In dieser Saison hat er für die Mainzer in vier Spielen vier Treffer erzielt - weitere sind, sofern er von Verletzungen verschont bleibt, vorprogrammiert. Kicker-Durchschnittsnote bisher: 2,63 - sehr gut. Bancés Gesamtbilanz sieht so aus: 14 Zweitliga-Spiele und acht Tore, 38 Spiele in der belgischen Jupiler Pro League und 15 Tore, sechs Länderspiele und ein Tor.

Fazit: Als Stürmer Nummer vier wäre Bancé im dünn besetzten Bayern-Sturm allemal zu gebrauchen. Bevor sich aber ein Bundesliga-Konkurrent oder ein ausländischer Klub den Afrikaner schnappt, sollte Bayern zuschlagen. Immerhin ist Bancé - noch - vergleichsweise billig zu haben und könnte bei Bedarf auch wieder verliehen werden.