Seien wir ehrlich, die Deutsche Meisterschaft ist für Bayern München zweitrangig. So lange man sich über die Bundesliga für die Champions League qualifiziert, ist eigentlich alles im Lack. Was ja in der jüngeren Vergangenheit schon einmal schief gegangen ist. Aber einmal in Europa angekommen, heißt es ‘volle Kraft voraus’. Der Sieg in Bukarest war ein akzeptabler Anfang, jetzt aber wird’s schwer.

Denn die euorpäischen Kontrahenten siegen und siegen - und siegen. Alle voran der nächste Gegner Olympique Lyon. Die Franzosen haben am letzten Spieltag mit 2:1 gegen Nancy gewonnen - und damit 19 von 21 möglichen Punkten nach sieben Spieltagen.

Regisseur Juninho ist zwar angeschlagen, ausfallen wird er gegen die Bayern am Dienstag aber wohl nicht. Das Gleiche gilt für Super-Stürmer Karim Benzema, der seine internationale Klasse aber erst noch über längere Dauer nachweisen muss. Im ersten Gruppenspiel gegen Florenz traf Benzema allerdings zum 2:2-Endstand, gemeinsam mit Sturmpartner Fred und dem quirligen Govou könnte er die wacklige Bayern-Abwehr vor Probleme stellen.

Deshalb: Ende der Experimente in der Abwehr, Lucio und Demichelis müssen die Innenverteidigung bilden. Breno ist noch nicht, van Buyten überhaupt nicht CL-tauglich!

Umso wichtiger ist eine eingespielte Innenverteidigung, wenn man sich die ebenfalls bärenstarke Sturmreihe der Fiorentina, des nächsten CL-Gegners, vor Augen hält. Denn dort spielen Alberto Gilardino und Adrian Mutu, zwei Stürmer mit Klasseformat. Übrigens: Am Wochenende gewann Florenz in der Serie A gegen den FC Genua mit 1:0. Torschütze: Alberto Gilardino.