DFB-SCOUT: Schalke vor Bayern
Begeistert dürfte Joachim Löw von diesen Zahlen nicht sein. Am 4. Bundesliga-Spieltag standen nur 73 deutsche Spieler in den Anfangsformationen der 16 Klubs. 16 deshalb, weil das Spiel zwischen Frankfurt und Karlsruhe wegen der Eskapaden wild gewordener Fans einer in die Jahre gekommenen Pop-Primadonna abgesagt werden musste.
73 Spieler, veteilt auf 16 Vereine - das ergibt eine ziemlich miese Quote von 4,6. Das heißt übersetzt: Nicht einmal jeder zweite Startspieler verfügt über einen deutschen Personalausweis. Löblich die Teams von Schalke, Stuttgart und Bielefeld: Sie boten gleich sieben “Locals” auf. Bayern München folgt gleich dahinter mit sechs Deutschen: Rensing, Lell, Lahm, Ottl, Schweinsteiger und Klose.
Rechnet man die Einwechselspieler dazu, so springen die Münchner gar auf Platz 1. Denn mit Podolski und Borowski kamen zwei DFB-Auswahlspieler erst im Laufe des Spiels hinein und schrauben die Gesamtzahl damit auf acht. So viel schaffte sonst nur noch der VfB Stuttgart.
Schlusslicht: Bayern-Gegner Köln, nur mit Marvin Matip in der Startelf. Und ausgerechnet der liebäugelt immer mal wieder mit einem Engagement für Kamerun. Überraschend: Cottbus, als osteuropäische Folklore-Truppe bekannt geworden, mit immerhin drei Deutschen auf dem Platz - alle Achtung.
Hier die vollständige Liste:
7 Deutsche: Schalke 04, VfB Stuttgart, Arminia Bielefeld
6 Deutsche: Bayern München, Werder Bremen
5 Deutsche: VfL Bochum, Hannover 96, Bayer Leverkusen
4 Deutsche: Borussia Mönchengladbach, Borussia Dortmund, VfL Wolfsburg
3 Deutsche: Hamburger SV, 1899 Hoffenheim, Energie Cottbus, Hertha BSC Berlin
1 Deutscher: 1. FC Köln

September 22nd, 2008 at 20:10
[...] hinten: Der 1. FC Köln mit einem einzigen Deutschen, nämlich Marvin Matip. Und der schwankt ja, wie bereits erwähnt, zwischen seinem Heimatland Deutschland und seinem “Ursprungsland” [...]