19 Jahre ist Stefano Celozzi erst alt, beim KSC hat es der Jungspund aber schon zum Stammspieler gebracht - in der Bundesliga. Vor der Saison war der rechte Außenverteidiger für 150.000 Euro von Bayern München II nach Karlsruhe gewechselt. Ein Fehler der Bayern?

In seinen bislang drei Bundesliga-Spielen stand er jeweils 90 Minuten auf dem Platz, bekam vom Kicker die Durchschnittsnote 3,3. Zum Vergleich: Beim FCB beackerte zur gleichen Zeit ein junger Mann namens Christian Lell die rechte Abwehrseite. Kicker-Note bisher: Eine glatte 4,0. Sogar die unberechenbaren Sportal-Noten zeichnen ein ähnliches Bild. Celozzi kommt hier wieder auf einen Durchschnittswert von 3,3, Lell sogar nur auf 4,2.

Lell ist 24, Celozzi also fünf Jahre jünger - und hat dazu jede Menge Upside, wie die Amerikaner sagen würden. Sprich: Potenzial. In den vergangenen drei Jahren war Celozzi bei der Regionalliga-Mannschaft der Bayern unumstrittener Stammspieler, stieß dabei schon mit 16 Jahren (!) zum Team, durchlief außerdem alle Junioren-Auswahlmannschaften des DFB.

Hermann Gerland sagte damals im Kicker über ihn: “Im Sprint: ganz vorne. Bei den Ausdauerläufen: ganz vorne. Am Ball: sehr sicher. Im Zweikampf: Der lässt sich nichts gefallen.”

Vorläufiges Fazit: Fehler der Bayern! Dem Team fehlt es auf dieser Position an internationalen Klasse-Spielern mit Perspektive. In diese Kategorie fallen weder Lell noch Neuzugang Oddo, kein Sagnol (dauerverletzt) und kein Görlitz (an den KSC ausgeliehen). Bessere Variante wäre gewesen: Ausleihgeschäft mit dem KSC oder einem Zweitligisten.